Autor: Daniela Falkner und Katharina Putzer
Ernährungsexpertinnen von SWARM Protein

Winterspeck – 5 Gründe warum es ihn gibt

Weg vom Speck! Gemeint ist nicht nur der Weihnachtsspeck sondern auch der, welcher sich im Winter auf den eigenen Hüften breit macht. Sind die Festtage und das Feiern vorbei, nimmt man meist die wundersame Vermehrung der eigenen Kilos so richtig wahr. Wenig Bewegung, sowie viel Essen stehen irgendwie in unliebsamer Verbindung mit der kalten Jahreszeit.  5 Gründe warum Winterspeck auf den Hüften landet, oder doch unser Lifestyle etwas damit zu tun hat?

1. Grund – Bewegung

Genau diese lässt nach. In der kalten Jahreszeit ist es häufig frostig und trüb. Die Motivation sich in der frischen Luft zu bewegen, einfach mal spazieren zu gehen oder eine Runde zu joggen, nimmt stetig ab. Die warme Stube oder die Couch laden zum Ausruhen ein. Doch leider lässt das Sitzen oder Liegen überschüssige Pfunde nicht purzeln. Im Gegenteil: Unser körpereigener Verbrennungsmotor – die Muskelmasse – minimiert sich und die wundersame Fettvermehrung nimmt ihren Lauf. Wie ihr diese stoppt und den Stoffwechsel zündet, lest ihr hier.

 

2. Grund – Essen

Wir alle kennen das. Rund um die Feiertage wird geschlemmt und genossen, ohne einen Gedanken an die Kalorienaufnahme oder Gewichtszunahme zu verschwenden. Auf der einen Seite ist das gut so, man soll sich nicht laufend zügeln. Mann/Frau darf sich auch mal etwas „gönnen“. Es sich einfach mal so richtig gut gehen lassen. Doch wann geht es einem eigentlich so richtig gut? Vollgestopft mit Weihnachtsbraten und Keksen, kurz vor dem Unwohlsein aufgrund  der eigenen Völlerei… ist das Wohlbefinden? Nun ja, dies wird wahrscheinlich jeder für sich selbst anders beantworten. Doch Fakt ist, in den Wintermonaten werden im Durchschnitt ca. 90 Kalorien mehr pro Tag aufgenommen, die erstmal auch wieder verbraucht werden müssen. Auch greift man in dieser Zeit vermehrt zu kohlenhydratreichen Speisen und Süßigkeiten. Möglicherweise um den niedrigen Serotoninspiegel auszugleichen und dadurch die Stimmung zu heben.  Denn kohlehydratreiche Lebensmittel lassen die Konzentration der Aminosäure Tryptophan, die Vorstufe von Serotonin,  im Blut erhöhen. Doch genau diese zusätzliche Energieaufnahme, in Kombination mit weniger Bewegung, spielt dem unliebsamen Weihnachtsspeck so richtig in die Hände.

3. Grund – Vitamin-D

Vitamin-D lässt sich erst durch das Sonnenlicht auf unserer Haut, vom eigenen Körper aufbauen. Leider bekommen viele Personen in der kalten Jahreszeit nicht viel davon zu sehen und zu spüren. Nebel und Wolken lassen das Sonnenlicht oft gar nicht erst auf unsere Haut kommen. Ist sie dann mal da, hat der Großteil der Personen nicht die Gelegenheit diese Strahlen auch auszunutzen. Ganze Tage im Büro oder Arbeitswege im Dunkeln erschweren die Vitamin-D Synthese. Auch die Winterkleidung verhindert diese. Gut und warm eingepackt kommen nur wenige Hautstellen direkt mit der Sonne in Kontakt. Doch Vitamin-D Mangel lässt uns nicht nur anfälliger für Infekte werden, sondern macht uns müde und fördert nebenbei auch die Speicherung des Fettes im Körper.

 

4. Grund – MüdigkeitWinterspeck und ständig müde?

Wenn es dunkel wird, produzieren wir vermehrt Melatonin. Dies ist ein körpereigenes Hormon, welches uns müde werden lässt. Und wer hat schon Lust, abgeschlagen in der Dunkelheit und Kälte, nach draußen zu gehen und sich zu bewegen? Zusätzlich kann ein erhöhter Melatoninspiegel Winterdepressionen oder Schlafstörungen auslösen. Schlafstörungen oder Schlafentzug führen zusätzlich zu einer Fehlsteuerung der Hormone Ghrelin (Hungergefühl) und Leptin (Sättigungsgefühl), welche für den Hunger- und Sättigungsmechanismus mitverantwortlich sind. Kurzum gesteigerter Appetit, kurze Nächte und Gewichtszunahme stehen in direkter Verbindung.

5. Grund – Stimmung

Im Winter träumt man von Schnee, warmen Getränken, gutem Essen, aber nicht wirklich von einer Sommerfigur. Irgendwie auch verständlich. In der kalten Jahreszeit zeigt man nicht viel Haut. Besteht ja die Möglichkeit ungeliebte Stellen am Körper unter der warmen und kuscheligen Kleidung zu verstecken. Dadurch fühlt man sich meist auch nicht unliebsamen Blicken von Anderen ausgesetzt. Dies führt – einfach ausgedrückt – im Verglich zur Bikini-Figur im Kopf, bei vielen zur ungezügelten Speisenauswahl.

 

Fazit

Der saisonbedingte Winterspeck hat, in einem gewissen Rahmen, etwas grundlegend Natürliches an sich. Im Durchschnitt nehmen wir Westeuropäer 0,5­-0,8 kg über die Wintermonate zu.  Ausschlaggebend dafür sind nicht nur die Dunkelheit und die damit verbundenen Auswirkungen, sondern ganz klar auch unser Ess- und Bewegungsverhalten. 
Schließt sich allerdings der natürliche Kreis, heißt es aber auch im Frühjahr wieder sprichwörtlich in die Pedale zu treten, sich im Freien zu bewegen und weniger und bewusster zu essen. Dadurch purzelt der Winterspeck wie von selbst.

Also: Keine Panik vor minimalen Gewichtszunahmen. Die zusätzliche Pfunde gehen nach der kalten Jahreszeit meist ganz wie von selbst wieder von den Hüften. Doch Vorsicht vor selbst erstellten Freikarten im Winter. Denn wer ganz auf Bewegung verzichtet und bei der Lebensmittelauswahl ständig über die Stränge schlägt, wird ewig an seinem Winterspeck knabbern.